Freitag, 8. Oktober 2021

Urlaub 2021 in der Schweiz

Tag 1: 
von Hamburg nach Böblingen über die A7, Strecke: 685 km
 
Los ging es am Dienstag, dem 5. Oktober 2021 morgens so gegen halb Zehn.
Geplant war, das ich soweit fahre wie ich komme, entweder bis ich keine Lust mehr habe, 
oder bis etwa zwei Stunden vor Sonnenuntergang. Das wäre so gehen 17:00 Uhr.

Das ist eigentlich immer so mein Plan, wenn ich in den Urlaub fahre.
Im Dunkeln eine Unterkunft zu suchen birgt immer das potential unschöner Überraschungen
nach dem Aufwachen.

Aus einer meiner letzten Touren wusste ich, daß ich an einem Tag gut bis Würzburg kommen
konnte. Deswegen plante ich bis zur Schweiz mal gut zwei gemütliche Tage ein.
Das ich am ersten Tag bis kurz hinter Stuttgart kam, war umso besser.
Von Stuttgart aus sind es nämlich nur ca. 90 Minuten bis zum Rheinfall von Schaffhausen,
meinem ersten geplanten Stop. Das Centro Hotel Böblingen war für €84,-- zwar kein Schnäppchen,
aber vermutlich aufgrund der nähe zu Stuttgart tatsächlich ds günstigste, nach längerem Suchen.
Außerdem ist es dort wirklich bemerkenswert leise!! Das liegt entweder daran, das es in einem
Na, sagen wir mal Industriegebiet liegt, oder daran das die Polizei in Sachen Stuttgart21 alle
Chaoten weggespült hat. Wirklich, man hätte ein Eichhörnchen aus 2km furzen hören können!

Nach rund sechs Stunden Autobahn A7 habe ich mich jedenfalls riesig gefreut, die Strecke nach
Schaffhausen per Landstraße zu fahren. Da fing der eigentliche Urlaub erst richtig an!

Tag 2: 
Strecke vom Centro Hotel Böblingen zum Gasthaus Waidrast in Österreich, Strecke 312 km

Schaffhausen ist.. naja, eine Große Stadt, wie viele andere. Es hätte sicher noch die eine oder andere Sehenswürdigkeit gegeben, aber irgendwie hatte ich darauf keinen Bock.

Zwei Dinge haben mir auf Anhieb klargemacht, das ich jetzt in der Schweiz bin:
Der Parkplatz kostet 5 Franken (€4,66) und am Anleger parkt ein Rolly-Royce.

Von Schaffhausen gings dann weiter in Richtung Konstanz, Romanshorn und Appenzell
 


Nicht weil da irgendwas besonderes ist, sondern weil ich keinen speziellen Plan verfolge.
Anregungen habe ich mir von diesen beiden Webseiten geholt, und mich ganz grob für
eine Rundreise durch die Schweiz entschieden.
Die Strecke war schön, aber auch kaum berichtenswert. Deswegen habe ich auch keine Fotos gemacht.
 
Das Abenteuer ging erst los, als ich meine nächste Unterkunft über die HRS Webseite gefunden hatte.
Das Gasthaus Waldrast in Batschuns  wo ich vollkommen alleine als einziger Gast in dem über 100
Jahre alten aber vollständig renoviertem Haus übernachtet habe. Das hat dann zwangsläufig dazu
geführt, das ich alle verbliebenden Gespenster die da evtl. noch rumgespukt haben, mit meinem
Saxophon endgültig vertrieben habe. Glaube ich wenigstens... eine Lampe hat dabei so komisch
geflackert, aber vielleicht war das ja auch schon vorher... hmm..

Ich habe danach jedenfalls geschlafen wie ein Stein. Kein Geist hat mir in den Arsch gebissen.

 
Die Aussicht von meinem Zimmer, bei Tag

 
... und bei Nacht


Tag 3:
Liechtenstein und das "Hotel Stille" 235 km

Also, wirklich eine schöne Fahrt. Aber Google Maps? Wo bitte wollte mich das Ding denn da
im Fürstentum Liechtenstein hinlotsen? Zum zweitwohnsitz vom Graf Dracula?


Auf einmal war die Straße nicht mehr Asphaltiert.. und hinter der nächsten Ecke ist auch der Sand
gar nicht mehr so ausgetreten. Bevor ich hier in der Pampa steckenbleibe wende ich lieber, solange
ich noch kann. Die "Straße" wird nämlich ausgesprochen schmal...

Achja, spätere Nachforschungen haben ergeben, das Google die Gafadurahütte des 
Liechtensteiner Alpenvereins offenbar für das Zentrum von Liechtenstein hält. 
Da hätte mich das Google Navi hingeführt. Wäre vielleicht auch interessant gewesen, da
plötzlich mit dem Auto aufzutauchen. Jedenfalls, wenn ich nicht vorher den Hang heruntergefallen
wäre.

Naja, das wäre zumindestens aufregend gewesen, nur schade ums Auto und den vollen Tank.

Aber nur halb so aufregend, wie von der Schweizer Armee per Maschinengewehr weggeFLAKt zu werden..

 
Jedenfalls, nachdem ich dieses Video gemacht habe. Fertiggeladen und entsichert hatten die Jungs
ihre Kanonen schon. Hätt nicht mehr viel gefehlt, ein falsches Wort.

Allerdings stand da auch nix von Armee, Schusswaffengebrauch und so, nicht wie in Deutschland.
Ich fuhr durch ein steinernes Tor und stand plötzlich auf dem Parkplatz einer alten Festung.

Steigste mal aus, dachte ich mir. 
Machse mal'n Foto dachte ich mir.
Oh, da sind ja die doofen Kühe, die ich gestern Kilometerweit an ihren Kuhglocken gehört habe.
Die sind aber laut. Machse mal'n Video für den Blog, heute Abend....

Ich betrachte garde mein Werk, sitzend im Auto, als ein Original Schweizer Armeesoldat ohne
Schweizer Armeemesser, dafür mit einem Gewehr, einer Pistole, vier bunten Stiften und einem
Funkgerät plötzlich neben mir steht.

Was ich denn da aufgenommen hätte fragt er sehr nett.

"Öhm.. naja, die Kühe, also.. sonst nix."
"Darf ich mal sehen?"

Also, guckt er und befindet die Aufnahme für okay.

Die Drohne die in 2000 meter höher über mir kreist schaltet ihre Hellfire Bomben von 
Scharf wieder auf Safe. Der Hubschrauber dreht ab, und der Typ oben auf der Mauer
mit dem Steyr HS Kaliber 50 BMG entspannt sich und steckt sich ertmal 'n Lolli isn Gesicht.
 
Später erzählt mir der Soldat dann noch, ja, das ist schon eine alte Festung,aber mittlierweile
ausgebaut zur modernsten Europas ! (mit Stolz geschwellter Brust)

Ob mir denn das Dorf unten aufgefallen wäre fragt er, in einem Nebensatz.
Das wäre nämlich gar kein Dorf sondern ein Nahkampfübungsmanövergebiet!
So mit Lasergewehren und so. Ich verkneife mit an der Stelle besser, das man das bei uns 
in Hamburg für €15,-- die Stunde buchen kann. Will ihm ja seinen Stolz nicht nehmen.
 
Ich zeige mich also ganz ehrlich tief beeindruckt, und so wünscht er mir noch einen schönen 
Tag und eine gute Reise. Puh.. nochmal Glück gehabt.

Weiter gehts mit dem Aufstieg mit dem Auto zum Flüelapass

 

 
Zumal.. Dunkel, keine Sonne, Schneefall.. und kalt war es auch dort.
Für einen kurzen Moment habe ich wirklich überlegt, ob es wohl so besonders klug war, ohne Schneeketten los zu fahren.

Aber andererseits... heisst es nicht das Glück ist mit die Dummen?
 

 Auf diesem Foto gucke ich gerade so besonders schön doof, deshalb habe ich das genommen :-)


irgend so ein doofer Tourist aus Hamburg hat sein Auto da hingestellt. Ich dachte es passt ganz gut für den größenvergleich, deshalb hab ich's drinnen gelassen.


Noch viel bessere und mehr aufnahmen habe ich mit der Insta360OneX2 gemacht. Die werde ich dann später vielleicht mal zu einem schönen Video zusammenschneiden und es auf meinen Youtube kanal  
hochladen.

Ich muss dazu sagen, das wenn ich mehr Hände zur Verfügung gehabt hätte ich sicher viele mehr 
Fotos und Video gemacht hätte.Diese Fahrt durch die Alpen hat sich richtig gelohnt.
Eigentlich bin ich ja nicht so der Naturtyp, aber was die Schweizer hier gebaut haben ist wirklich
beeindruckend. Und alles nur um uns Touristen hierher zu locken. Was muss das bloß alles gekostet
haben ???  Aber naja, andererseits.. ist die Schweiz, die haben Geld genug.

Italien
Die italiener haben den schönen Ort Livignio in die Alpen gebaut. 
Geheimtip, von meiner Schwester Eike, "Da kannste Zollfrei einkaufen".
Gut, und schön isses auch da. Die Fahrt dorthin war eine Augenweide, kann ich nur jedem Empfehlen.
Und Spaß  hat es auch gemacht, nur eine Hand zum Filmen & Knipsen hatte ich dabei leider nicht frei.

Danach wurde es dann auch schon langsam 16:00 Uhr und ich buchte mir "mal eben schnell"
ein Hotel in Sankt Moritz. MÄCHTIG GROSSER FEHLER !!!
 
Dieses Internet ist ja wirklich 'e feine Sache. Mal eben ein Hotel suchen, finden, Preise und Angebote
vergleichen...

Die Schweiz ist schon teuer, egal wo, kaum ein Hotel unter €100,--
Naja.. das "Hotel Stille" in St. Moritz klang von der Beschreibung ja ganz nett, auch die Google
Rezensionen waren alle nicht schlecht. Okay, es war das billigste!


Normalerweise scheissse ich ja auf das Geld, aber hier in der Schweiz wollte ich mal 'ne Ausnahme machen.


Der Empfang war sehr nett, aber als ich dann im "Zimmer" war.. oder ich sollte vielleicht besser
"Stube" schreiben, weil.. es fühlte sich ziemlich nach Bundeswehr Kaserne an. Und dieser Ausblick
läßt den Begriff "Hotel Stille" eher wie einen schlechten Scherz wirken.

Gut, tagsüber war mir vollkommen egal. Die Jungs machen ja sicher auch mal Feierabend und
dann ist halt Ruhe. Ja, aber dann fingen die Italiener an den alten "Klassenreise-Jugendherberge"
Blues zu spielen.

Ein gutes halbes Dutzend Italiener machen abwechselnd im Treppenhaus, auf dem Balkon ein Stock unter mir und auf der Straße soviel Palaver, das ich diesen Blog nicht weitershreiben konnte.
Gut, ich war auch total k.o. von der Calzone wenige Stunden vorher. Vielleicht wars auch das.
 
Aber von der intensität her schloss ich messerscharf das das jetzt die ganze Nacht so gehen würde.
Dabei dachte ich an den Urlaub in Frankreich. Hochzeitsfeier, zwei Dörfer und 20 Kilometer weiter.
Der Nachtwächter auf dem Campingplatz gab mir mit Händen und Füßen zu verstehen, das so um
02:30 schluss sein muss, laut Gesetz.

So lange wollte ich mir das jetzt nicht anhören. Kurz gegoogelt, in der Schweiz ist auch um
22:00 Uhr Nachtruhe..na, immerhin. Aber um halb elf war den Italienern das immer noch egal.
Ich will gerade die Adresse vom Hotel und die Nummer von der Polizei raussuchen, da ist um
22:37 Uhr auf einmal schlagartig Ruhe. Ist mir da einer zuvor gekommen? Geben die von
alleine Ruhe? Ich werde es nie erfahren, aber das ist mir auch egal.


So, jetzt habe ich auch keinen Bock mehr zum schreiben.
Fortsetzung folgt.
Wer Tippfehler findet, darf sie behalten.




Wyssebachfall

Samstag, 14. März 2020

Emilia ist wieder da

Nachdem sie ihr erstes Ei am Donnerstag gegen 11:00 Uhr verlassen hat
ist sie gestern am Freitag gar nicht mehr aufgetaucht. Gänse beginnen mit
der Brut erst, wenn das Gelege vollständig ist. Deswegen ist wohl auch immer
eins im Nest "über" gewesen. Nur bisher konnte ich das nie sehen, weil ich
vorher keine Kamera hatte die so schön ins Nest geguckt hat.

Jetzt ist Emilia gerade wieder gelandet, bei -2°C und strahlendem Sonnenschein.


LIVE aus Barmbek, Emilia die Balkongans :-)


Mittwoch, 11. März 2020

Balkongans Emilia war wieder da

Am Montag war meine Balkongans Emilia kurz wieder da
und hat ihr Nest überprüft.



Emilia die Balkongans von Hamburg Barmbek war am Montag dem 9. März 2020 wieder da
und hat ihr Nest inspiziert. Sie war sehr zufrieden mit dem aufgeräumten Zustand und hat ebenfalls den ordnungsgemäßen Halt der Kamera überprüft. Nach etwa einer Stunde ist sie dann wieder weg geflogen, um am Dienstag wieder das Nest zu überprüfen und dieses mal für zwei Stunden zu bleiben. Bald wird sie ihre Eier legen und dann für die nächsten 30 Tage bleiben.
Emilia, mit der Ringnummer 22V galt seit dem 26. Dezember als verschollen, ist aber zum Glück nicht in irgendeinem Kochtopf oder Backofen als Weihnachtsgans gelandet sondern hat den Winter wohl in der Südsee verbacht.

Der Gans Besuch auf Youtube



Wenn Emiulia wieder dauerhaft mein Gast ist, werde ich eventuell wahrscheinlich vielleicht das ganze per Livestream via Youtube ausstrahlen. mal sehen...

Donnerstag, 28. November 2019

Magic-Wormhole wenn der Transfer per Mail nicht mehr reicht

Magic-Wormhole


Was macht man, wenn man Daten möglichst schnell und sicher von A nach B übertragen will ?

Per E-Mail?
Geht nicht, ausführbare Dateien werden aus Sicherheitsgründen mittlerweile immer rausgefiltert.
Außerdem ist die Größe der angehängten Daten meistens sehr begrenzt.

Per Cloud?
Ja, das hat sogar den Vorteil das Sender und Empfänger nicht gleichzeitig online sein müssen.
Leider hat diese Methode auch den Nachteil, das die Daten erst einmal zur Cloud und dann
wieder von dort heruntergeladen werden müssen.

Per FTP oder SFTP-Server?
Na, klar. Gut Du sowas hast, aber nur für dieses eine mal extra einen Server aufsetzen?
Dafür hast Du dann in Zukunft immer ein Sicherheitsrisiko.

Per Remotedesktop
Gute Idee im Prizip, ich bin sicher das geht. Aber welche IP-Adresse hat der andere gerade
und kann er das Portforwarding im Router aktivieren? Zumindest im Hotel dürfte das nicht
einfach sein.

Per Teamviewer
Ja, kurze Dateien kann man "mal eben" mit dem Teamviewer übertragen.

Per USB-Stick?
Klar, immer die beste Lösung wenn man dicht genug zusammen ist.

Per DVD/BD oder USB-Stick per Post?
Ey.. im Ernst jetzt? Dann kann ich auch selber hin fahren...



Auf dem Heise Newsticker habe ich diese Lösung gefunden: Magic Wormhole

Das klappt zum Beispiel wenn man miteinander telefoniert und dabei am Computer sitzt.
Der Sender tippt in seine Eingabeaufforderung zum Beispiel

wormhole send zehntausendfotos.zip

danach wird eine Zahl und zwei Worte angezeigt, die der Empfänger eingeben muss
um seinen Download zu starten, zum Beispiel:

wormhole receive 6-unicorn-orca

Nach einer kurzen Abfrage beim Empfänger, ob das auch die richtige Datei ist, startet
dann die Übertragung. Zu fragen zu den technischen Details bitte den Heise Artikel lesen.

Installation:
Linux:
sudo apt install magic-wormhole

Windows:
Auf Github liegt diese Batchdatei, die man mit Adminrechten starten muss.
Diese installiert dann zuerst Python3, Choco und dann das Magic-Wormhole.
Es dauert tatsächlich eine Weile, und manchmal hat man den Eindruck das nichts
mehr passiert. Aber Windows ist im Hintergrund noch am arbeiten, also Geduld...

Apple:
Auf der Magic-Wormhole Homepage steht dazu folgendes.
  • Homebrew installieren und danach
  • brew install magic-wormhole



Sonntag, 8. September 2019

Schottland Tag 15 Dunblane Castle, Castle Campbell, Abflug nach Hamburg

Freitag 06. September 2019


Unser Rückflug nach hamburg startet erst Abends um 18:30 Uhr. Das Auto müssen wir um 16:00 Uhr
zurück geben. Deswegen nutzen wir die Zeit um noch ein bischen im Sonnenschein Schottland zu
genießen.


Die Dunblane Cathedral ist der erste Christentempel in dem fast alle Türen offen stehen.
Normalerweise ist ja nur das Kirschenschiff selbst offen und sonst sind alle Türen fest verriegelt.
Ein schöner Kasten, aber viel zu entdecken gibts hier trotzdem nicht.

Danach gings weiter zum Castle Campbell. Noch so eine Ruine. Als wir den Weg zur Burg über
die schmale "Single Track Road" mit dem Auto erklimmen sind Straße und Parkplatz voll leer, ey.
Der Fussweg vom Parkplatz zur Burg soll nur 300 Meter sein, das passt aber nur wenn man unterwegs
durch ein Dimensionsportal läuft. Nicht mal Luftlinie sind das 300 meter!
Die Strecke geht auch sehr steil bergauf & bergab, aber 800m passt schon eher.


Für Aufnahmen mit der Drohne ist mir das Gelände ein bischen zu dicht bewaldet und auch zu Windig. Aber ganz ehrlich, sooo toll ist die Burg nun auch wieder nicht. Die Aussicht vom
Schlossgarten, der jetzt nur noch eine Schlosswiese ist, ist zwar toll.. aber mehr auch nicht.

Nächster Stop: Loch Leven Castle eine Burgruine auf einer Insel im Loch Leven.
Hier wurde Maria Stuart, die Königin der Schotten 1568 oder so gefangen gehalten.
Sieht man heute aber auch nix mehr von.

Die Schautafeln hier sind, wir fast auf jeder Burg, ziemlich neu und erzählen mit detailreichen
Schnittzeichnungen welches Gebäude welchen zweck hatte und wie es früher mal genau aussah.
Ich könnte mir gut vorstellen, daß so in 50-60 Jahren eine Begehung mit VR-Technik in so einer
Burg noch viel mehr Spaß macht, wenn alles tatsächlich wieder zum Leben erwacht.




Tja, und das wars dann. Am Flughafen war die Übergabe unseres Mietwagens razzfazz erledigt
und sogar die Sicherheitskontrolle ging schneller als ich dachte. Nicht mal meine Drohnenakkus
mussten extra einer Sprengstoffkonrolle unterzogen werden. Vielleicht sind die schottischen
Flughafenscanner ja besser als die deutschen.



Schottland Tag 14 Sterling

Donnerstag 15. September 2019

Auf gehts zur neuen Unterkunft, die Eike in weiser vorraussicht schon von Hamburg aus gebucht hat.
Bei unserer Ankunft in Sterling hatten wir als erstes dort angerufen und gefragt, ob wir nich auch einen
Tag früher dort einziehen können, ging aber nicht. Irgendwie waren fast alle Unterkünfte auf unserer
Reise dauernd ausgebucht.

Also verlassen wir das King Roberts Hotel


und fahren erstmal zum Wallace Monument in Sterling


Das Ding steht auf einem Berg und ist ziemlich groß. Acht Jahre haben sie daran gebaut.
Ein Jahr länger als an der Elbphilharmonie, das will schon was heissen!


Wahrscheinlich war das Ding auch etwas teuerer als die Elbphilharmonie, denn für die Turmbesteigung die nicht in unserem Scottisch Heritage Pass enthalten ist wollen die Schotten
immer noch £10,-- pro Nase von uns haben. Für das Geld würde man mit dem Rentnerlaster
den Berg hochgefahren werden, aber zu Fuß kommen wir umsonst hoch, nur nicht auf den Turm.


Ja, und leidere herrscht hier auch absolutes Drohnenverbot, so daß ich der Sache auch leider
kein Schnippchen schlkagen konnte und den Turm von Oben hätte Aufnehmen können... schade :-(

Hat aber auch so gereicht.

Danach gings denn weiter zur Cambuskenneth Abbey die wir aber eigntlich mehr per Zufall fanden.
Das Ding ist historisch zwar sehr bedeutsam, ansonsten aber nur nicht viel mehr als eine Ruine
mit 'nem Friedhof. Mehr dazu bei TripAdvisor.

Auf Doune Castle, unserem nächsten Ziel gabs da schon etwas mehr zu sehen.
Die Burg ist zwar auch eine halbe Ruine, aber der Teil der noch steht macht sie interessant.
Keine Ahnung wie historisch bedeutsam die Burg mal war, aber hier wurden
so epochale Meisterwerke gedreht, wie die Ritter der Kokosnus, oder Jabberwocky aber auch
für Episoden von der TV-Serie Outlander oder Game of Thrones reichte die Burg als Kulisse.

Darauf weist ein Schild draußen hin das in etwa sagt: "Von einer königlichen Residenz zu
einem"silly ridiculous film". Bleibt jedem selbst überlassen auf welchen Film/Serie sich
das bezieht.



Danach waren wir nochmal zum Essen in Sterling, wo man im Kilted Kangaroo lecker Bier
und gutes Futter bekommt. Leider war ich vorher zu hungrig und hinterher zu satt um davon noch
ein Foto zu machen.

Über unsere letzte Unterkunft im schönen Schottland läßt sich nicht viel sagen, außer daß sie
"nur" £50,-- gekostet hat und man vom Code eingeben am Türschloss draußen echt wunde Finger
bekommen kann.


Na, was solls.. wir sind dann nochmal in den nächsten Pub gegangen um unser letztes Urlaubsbier zu
trinken und darüber nachzudenken was der Pubname Scots Wha Hae wohl bedeuten soll.

Donnerstag, 5. September 2019

Schottland Tag 13 King Robert Hotel ohne Internet

Mittwoch der 04. September 2019


Im King Robert Hotel läuft ein Dudelsackspieler, aber kein Internet.
Deswegen gab's gestern leider keinen Blogeintrag.

Jetzt müssen wir leider los, rest dann heute Abend..

Dienstag, 3. September 2019

Schottland Tag 12 der Rest vom Tag

Diensatg 03. September 2019 Abends


Glenfinnan Monument und Viadukt


Eigentlich wollte ich ja eine schöne Schleife um das Monument drehen und dann
in Richtung Viadukt abdriften. Aber da find es leider wieder mal so heftig zu
Regnen an, das ich meinen Quadcopter lieber schnell wieder zurück geholt habe.


Zum trocken werden sind wir dann im Glenfinnan House gewesen und haben uns bei einer schönen Tasskaff/Hot Chocolat trocken gesessen...

Als nächstes stand Glencoe auf der Liste. Aber da hab ich wohl was falsch
verstanden. Glencoe ist nur von der Natur sehr schön, der Ort an sich hat eine
grausame Historie, ist aber ansonsten völlig langweilig.

Die Natur allerdings...


... ist schon schön, wenn sie nicht gerade so ist:


Auf der Suche nach einer passenden Unterkunft waren wir dann in Alexandria,
immer noch in Schottland, nicht in Ägypten :-)


Sowas nennt man wohl eine Hinterhof Unterkunft. Fenster geht zu, aber schließt nicht, Heizung ohne Funktion, direkt an der Hauptstraße, Ablluft vom Imbis
direkt vor dem Fenster und dafür dann noch 63,05 Pfund haben wollen.
Da sind wir schnell wieder weg.

Da sind wir im Holiday Inn für 69 Pfund doch viel besser untergekommen.

Achja, ein Video das ich noch Posten wollte.. Kühe auf der Straße
in Schottland :.)


So, aber nu ist schluss..

Schottland Tag 12 Morgens: wieder mal Regen

Dienstag 03. September 2019 Morgens





Ich habe geschlafen wie ein Stein. Nachdem wir ja gestern in das große Zimmer mit Seeblick umgezogen waren, konnten wir bei "Meeresrauschen" einschlafen.
Auf der Straße vor dem Haus ist nachts glücklicherweise gar nichts mehr los.

Heute Morgen beim Frühstück dann die erste Überraschung.
Als der Kellner uns nach der Zimmernummer fragt bemerken Eike und ich
wie er sich unwillkürlich gerade macht, als wir ihm die 12 nennen.

Das fühlte sich ein bisschen so an, als ob wir die Großinvestoren aus Übersee
sind, die hier die Präsidenten-Suite für €5.000,-- die Nacht gebucht haben.

Leider regnet es immer noch, und der Wetterbericht sagt das die Sonne erst
am Samstag hier wieder scheinen soll. Aber dann sind wir längst wieder in
Hamburg, wo die Leute unter der brennenden Sonne bei 30°C unter der Hitze
leiden. hier in Fort William sind es jetzt gerade um 09:30 Uhr 13°C




Montag, 2. September 2019

Schottland Tag 11 nur Scheisswetter

2. September 2019


Die schottischen Rohrbruchprofis haben sich gestern Abend noch mächtig ins
Zeug gelegt. Kurz vor Mitternacht waren sie fertig.


So brauchten wir die beiden Wassereimer die unsere Zimmervermieter uns ins
Klo gestellt haben doch nicht benutzen.

Das Wetter ist davon jedoch leider nicht besser geworden.
Wir sind gestern Abend in den wirklich himmelweichen Betten mit strömenden
Regen eingeschlafen und heute morgen mit blökenden Schafen und tropfendem
Dauerregen aufgewacht.

Eigentloich wäre heute Dunvegan Castle & Gardens dran gewesen, aber bei dem
Regen hatten wir da beide keinen Bock drauf. In der Hoffnung auf besseres
Wetter fuhren wir also zu unserem zweiten Ziel, The Fairy Glen, einem reinen Landschaftlichen Ziel. Also draußen, rund um die Uhr geöffnet und Eintritt frei.

Leider hat es aber den ganzen verfickten Tag nicht aufgehört zu regnen :-(
Also fuhren wir am Fairy Glen langsam vorbei und sahen uns das ganze vom Auto aus an. Ist natürlich nicht das gleiche, ich hätte auch lieber noch ein
paar Drohnenaufnahmen gemacht... aber ganz sicher nicht bei dem Wetter!

Das gleiche war dann auch so bei der Burgruine Duntulm Castle, auf der ich zu gerne rumgekraxelt wäre. Aber wieder, strömender Regen, alles rutschig und voller nasser Schafscheisse :-(

Weiter gings dann zum Kilt Rock and Meat Falls View Point. Wieder nichts zu
sehen außer dickem Nebel und Regen.

Deswegen sind wir gleich weiter gefahren und haben nach einer kurzen Kaffeepause diese sehr schöne aber ungastliche Insel mit der Fähre verlassen.
Der Weg zur Fähre allerdings war grandios! Trotz nebel & Regen wunderschöne
Landschaften. Und dann die Fähre selbst! Ein Uraltes Miniding, da passen  nur
maximal 6 Autos drauf. Dafür kostet sie aber auch 15 Pfund, für eine Tour.

Aber das wars wert! Ein seltsamer Kahn, vielleicht so groß wie eine Schute
mit einem drehbaren Ladeaufsatz. Hätte ich eigentlich fotografieren sollen,
aber ich war so hin & weg, das mir das erst hinterher einfiel.

Das eigentlich Drama aber war unsere suche nach einer passenden Unterkunft.
Trotzdem wir von der Insel Skye runter waren, gabs immer nur noch Zimmer
im €200,-- Segment.

Eigentlich sollte unser nächstes Ziel jadie Harry Potter Brücke bei Glenfinnan
sein, aber dort hätte ein Zimmer für zwei locker €388,-- gekostet und das war uns dann doch ein wenig zu viel. Irgendwie ist Schottland doch teurer
als ich gedachte hatte..

Schließlich fanden wir dann ein kleines Zimmer in der nähe von Fort William.



Das Lodge on the Loch Hotel ist ein altes aber sehr gemütliches Haus.
Es wird offenbar Stück für Stück von den neuen Besitzern renoviert.
Wir bekamen für unsere 79 Pfund ein kleines Zimmer nach hinten raus.

Aber als wir dem Manager erzählten das wir aus Hamburg sind...
... was ? Meine Frau ist auch aus Hamburg, aus Neugraben...
und dann habe ich später noch durchblicken lassen, daß sich Eike
waaaaaahnsinnig über ein Zimmer mit Seeblick freuen würde..


Was soll ich sagen, ZACK! Sind wir umgezogen :-)





Beinahe nagelneues Zimmer, ziemlich frisch renoviert und wohl mindetens
drei mal so groß wie unser vorheriges.

Ja, es ist immer noch etwas wert aus Hamburg zu sein :-)


Schottland Tag 10 Fairy Pools, Talisker Destillery, Dunvegan Castle & Gardens, Neist Point Lighthouse

Sonntag 01. September 2019


Nach einem typischen "Full Scottisch Breakfast", mit Haggis, Black Pudding, Würstchen und Ei, dazu Pilze und ein Pancake, sind wir wieder auf die Fähre
und haben die schöne aber langweilige Insel Raasay verlassen.

Nächster Halt waren dann die Fairy Pools wieder auf der Insel Skye, wo ich ein schönes Video mit meiner Drohne gedreht habe. Sobald wir wieder schnelles Internet haben, lade ich das hoch.



 Danach gings weiter zur Talisker Destillerie. Und dort hatte ich tatsächlich den
Eindruck es gibt in Schottland nur deutsche Touristen. Alle, aber wirklich alle
die wir wir auf die nächste Führung gewartet haben sprachen Deutsch. Okay,
später dann hörte man auch andere Sprachen. Vor allem Spanisch und
American Englisch, aber auch ein bischen Japanisch oder Chinesisch.

Nach der Talisker Brennerei wollten wir eigentlich zur Dunvegan Castle,
aber als wir dort ankamen hatten die nur noch ca. 90 Minuten auf und wir
mussten ja noch eine Unterkunft für die nächste Nacht suchen. Ich suche nicht
gerne wenn's schon dunkel wird.

Nach kurzer Internetsuche fanden wir dann auch was, aber da stellte sich
alsbald heraus, daß das Wasser im ganzen Ort ausgefallen ist.

Kurz vor Mitternacht lief das aber auch wieder.


Nach dem einchecken sind wir zum Neist Point Lighthouse gefahren.
Auch wenn man den Leuchtturm selber nicht betreten darf, weil der Leuchtturmwärter seine Ruhe haben will, kann man doch auf den Affenfelsen davor klettern. Der ist sogar nich um einiges höher.

Leider weht da eine echt steiffe Briese, so das ich mit der Drohne dort keine
Aufnahmen machen konnte... leider! Die Aufnahmen wären spektakulär geworden!


 

Danach sind wir wortwörtlich meilenweit gefahren um was zum Essen zu bekommen. Es gibt nicht viele Restaurants hier, aber alle waren ausgebucht.
Erst kurz vor einbruch der Dunkelheit wurden wir fündig.

Baahh.. so, schluss jetzt.. mir fallen die Augen zu.

Morgen gehts dann zur Dunvegan Castle  Gardens und danach wohl in den Norden der Insel..


Sonntag, 1. September 2019

Schottland Tag 9 Schweinewetter auf dem Weg zur Isle of Skye

Samstag 31. August 2019

Heute war richtig schlimmes SCHEISSWETTER. Den ganzen Tag lang hat es nicht nur geregnet,
es hat gesaut wie Tier! Eigentlich hatten wir geplant zur Insel Isle of Skye zu fahren.

In den vergangenen Tagen hat sich das Wetter ja immer wieder geändert, wenn wir unterwegs waren.
Diesmal aber hat es die ganze Zeit nur geregnet. Der Wetterbereit sagte was davon, daß es auch noch
bis nach einbruch der Dunkelheit so bleiben sollte.

Deswegen haben wir unsren Plan zur Insel Skye zu fahren estmal geändert.
Erschwerend kam allerdings hinzu, das heute Samstag ist und die Schotten Pisswetter hin oder her
trotzdem alle zur Insel Sky fahren und deswegen dort die Hotelpreise in die Höhe treiben.

Eike hat wirklich intensiv gesucht, konnte aber trotzdem kein für normalsterbliche bezahlbares
Zimmer für uns zwei finden. Gestern waren wir ja extra einen 100 kilometer Umweg gefahren,
der sich zugegeben echt gelohnt hat. Aber heute wollten wir schon auf der Insel Skye landen.

Bei dem Wetter war das aber definitiv keine Option. Ich kann gar nicht genug betonen wie sehr es
in Strömen gegossen hat. Deswegen, und weil das mit der nächsten Unterkunft halt so am besten
passte, die Insel Raasay. Hier kostet das Zimmer zwar immer nch 100 Pfund, aber alle anderen kosten
mindestens das doppelte :-(

Nunja, also machn wir aus der Not eine Tugend und nisten uns im Raasay House für 100 Pfund ein.
Leider kommt man nur mit der Fähre auf die Insel. Im Internet hatten wir das vrher nachgeschlagen.
Auf der karte sieht das übersetzen noch relativ kurz aus, deswegen haben wir uns wegen dem einen
Pfund für's übersetzen keine großen Gedanken gemacht. Die Informatieonen sind aber wohl
hoffnungslos veraltet, der Fährmann wollte dann nämlich 21 Pfund für einmal hin & zurück
von uns haben.

Naja, zumindest hörte dann plötzlich der Regen auf, sobald wir auf der Fähre waren.

Das Raasay House sieht man sofort, sobald man von der Fähre runter kommt. Offenbar ein altes Herrenhaus, was jetzt zum Hotel umfunktioniert wurde. Weil unser Zimmer noch nicht fertig war,
beschlossen wir die Insel mit dem Auto zu erkunden. napp hundert meter weiter sollte ein alter
piktenstein stehen. Die Pitkten sind die Ur-Shotten und haben Ihren namen ursprünglich mal von
den Römern bekommen (Wikipedia).



Der Stein ist in etwa so groß wie ein Grabstein, und ähnlich interessant. Man kann kaum noch
etwas erkennen. Deswegen habe ich auf ein Foto verzichtet.

Danach aber ging es weiter die Insel entland, auf der einzigen verfügbaren Straße.
Die Isle of Raasay ist vergeichweise klein und die Straße zwar teilweise asphaltiert, aber so schmal
das überall ausweichstellen eingebaut sind, falls einem doch  mal ein Auto entgegen kommt.

Das trifft übrigens auf viele Schottische Straßen zu. Wenn man vom Linksverkehr und dem steuer auf der falschen Seite mal absieht, ist diese Besonderheit eine weitere Herausforderung für
einen Autofahrer vom Kontinent. Allerdings muss man fairerweise zugeben, daß das hier wunderbar
klappt. In Deutschland würden sich die Autofahrer warhsceinlich kloppen, oder zumindest anhuoen, wer denn zuerst fahren darf. Hier ist es eher umgekehrt. Mehr als einmal habe ich erlebt, das der
entgegenkommende lange vor mir angehaten und gewartet hat.

Trotzdem sollte dieser Tag noch ein Abenteuer für uns bereithalten.


Auf dem Weg rund um die Insel kamen wir an etlichen Schafen Wildbächen und Wasserfällen vorbei.


Nicht alle waren so bräunlich wie dieser.Eike hat an einem sogar Ihre Wasserflasche gefüllt, für
unterwegs. Das Wasser schmeckt leicht Eisenhaltig, aber sonst sehr sauber und angenehm frisch.

Irgendwann dann nach vielen schlechten Fotos und Videos kamen wir zur Burgruine Brochel Castle
An der Straße gibt es einen Parkplatz, andem zu unsere großen Überraschung bereits ein Wohnmobil
stand. Also, wie dieses Riesending durch die schmalen Kackstraßen gekommen ist, ist mir ein Rätsel.
Von der Straße sah man die Ruine etwas weiter unten.


Als wir noch diskutieren, ob die da runterklettern, oder mit dem Auto die Straße runter fahren,
kommt ein zweites rotes Auto an. Auch Touristen, auch aus Deutschland. Und an dieser Stellle
muss ich wieder meine Theorie erwähnen, das alle Touristen, oder jedenfalls der großteil vom
Festland rote auffällige Autos von den Autovermietern bekommt, damit die Eingeborenen
rechtzeitig vor uns gewarnt werden: "Achtung, hier kommt einer der sonst nur rechts fährt!"

Stimmt allerdings nicht ganz, weil wir auch Touristen getroffen habem die in einem dunkelblauen
Auto unterwegs waren...

Na, jedenfalls überlegen wir dann kurze Zeit später zu viert ob es sich überhaupt lohnt, und wie
und ob überhaupt. Schließlich sage ich tatentschlossen: "Ich fahre da jetzt runter."


Auf dem Schild steht übrigens sowas wie Betreten verboten und außerdem auch scheissgefährlich,
also gehen Sie weg, sonst setzt es was, gezeichnet, die Regierung..

Beim runterfahren überkommt mich eine leichte ahnung, daß das vielleicht keine so ganz glorreiche
Idee war, da runter zu fahren. Schließlich hat es den ganzen tag lang geregnet. Aber runter geht
ganz leicht.. ähhh...

Unten steht ein Haus und davor ein relativ neuer VW Bus. Man hört einen Motor laufen, nicht
den vom Bus, irgendein Aggregat. Kein Mensch zu sehen, aber das Haus hier ist definitiv bewohnt.
Wahrscheinlich ärgert sich der Besitzer über die Touristen die ab und zu auf sein Grundstück fahren,
denn sei Bus steht quer in der Einfahrt.

Erschwerend kommt hinzu, das es praktisch keinen Platz zum wenden gibt. Und auch keinen Platz

um irgendwo zu parken. Wir müssen also mehr oder weniger in der steilen Auffahrt stehen bleiben.

Die anderen doofen Deutschen Touristen kommen uns mit Ihrem Auto beinahe direkt nach.. auch
mal nach der kaputten Burgruine gucken. Fast so, als ob man von hier unten mehr sehen könnte, als
von da oben..

Die Ruine ist schnell besichtigt, ein paar Fotos geschossen und das pärchen das dem Dialekt nach
irgendwo aus der Ostzone kommt fährt mit Ihrem roten VW Popo oder so ähnlich rückwärts die
rund 25m lange Abfahrt wieder hoch. Ich guck noch, ob die sauber hochkommen, kein Problem.

Als wir dann los wollen hintert uns das Stückchen Hightech das die Adam Opel AG in unserem
Vauxhall Corsa Sport verbaut hat am rückwärtsfahren, Im grunde genommen ist das eine tolle
Sache, eine Brmese sorgt dafür das man , wenn man am Berg VORWÄRTS anfährt nicht sofort
zurück rollt beim anfahren. Leider haben diese vollpfosten einen Fehler in der Software gelassen,
vielleicht um die Inselaffen zu ärgern.

Fährt man mit diesem Miszt im Auto nämlich RÜCKWÄRTS stottert die Kupplung nicht immer
aber meistens so als ob ein einbeiniger mit Holzbein sie bedienen würde.

Das stört mich jetzt richtig, besonders auf der vom Regen völlig aufgeweichten Straße zur Burgruine.
An Rückwärtsfahren ist gar nicht zu denken, erst recht nicht über die ganze Distanz. Und so kommt es dann, das ich versuche den Wagen auf dem nicht vorhandenen Platz zu wenden. Das geht aber
nur solange ganz gut, bis ich mich im Matsch eingrabe und vorwärts gar nicht mehr weg komme.

Rückwärts könnte ich voll den Hang runterrollen und mit der Bodengruppe über den Rasen rutschen.

Das will ich aber nicht!! Scheiss Technik !!

Ich sehe Eike und mich in Gedanken schon hier übernachten und das teuere Hotel mit unserem
Zimmer leer stehen. da kommt Eike die Idee ein bischen anzuschieben. Ich glaube zwar nicht
wirklich an den Erfolg dieser Idee, aber soll sie ruhig..

Es ist schon zu spät und ich bin jetzt auch schon zu müde um die geschichte noch so richtig auszuschmücken, aber wir haben es geschafft! Eike hat sich dabei beinahe noch richtig mit dem
Gesicht in den Matsch vergraben, aber zum Glück eben nur beinahe.

Die Leute oben im Wohnmobil haben die Show sicher genossen und mit ihrem Kaffee ob
unseres Schicksals angestoßen... naja, sei's drum..

Hauptsache wir sind heil zurück.. wenn ich wieder in Hamburg bin, kann ich dise Geschichte sicher besser erzählen als jetzt :-)

So, Feierabend.. morgen dann wirklich Isle of Skye.. komme was wolle...


Samstag, 31. August 2019

Schottland Tag 8 Urquhart Castle, Eilean Donan Castle, Gairloch

Freitag 30. August 2019

Also, Urquhart Castle kann man sich wirklich sparen.


Dabei ist es gar nicht mal schlimm, daß das Ding eine kaputte Ruine ist.
Viel Schlimmer ist, das es vollkommen überlaufen und dabei vollkommen leer
ist. Außer Japanischen Touristinnen gibts da eigentlich nix zu sehen, außer Indern und anderen Asiaten die sich neben vielen Deutschen dort vor der historischen Kulisse von Ihren Leuten Fotografieren lassen.

Apropo.. da reisen die Leute tausende von Kilometern, und was fotografieren sie in erster Linie ? Ihre Kackbratzen auf dem grünen Rasen! Na, toll !!

Und dafür 12,50 verlangen ? Nee, wie gut das wir den Scotisch Heritage Pass
hatten und so im Prinzip gar nix bezahlt haben. Sonst hätte ich mich wirklich
geärgert.


Urquhart Castle liegt zwar direkt am Loch Ness, aber Nessy hat sich leider nicht
blicken lassen. Deswegen sind wir alsbald weiter Richtung Süden nach
Fort Augustus gerollt. Leider hat es kurz hinter Urquhart Castle heftig angefangen zu schütten. Man sagt zwar, wenn Dir das Wetter in Schottland
nicht gefällt, warte eine Minute, aber so ganz richtig ist das nicht.

Die nächsten Stunden hat es nämlich gegossen wie Sau !!!

Das macht aber nix, weil das Auto warm und trocken war. Bis zu unserem
nächsten Ziel Eilean Donan Castle war es noch ein weiter Weg.

Unterwegs kamen wir durch wunderschöne Landschaften mit vielen Wildbächen.
Unter anderem auch diesem:


Regen oder nicht, ich hätte Stundenlang zugucken können :-)

Also, nächstes Ziel Eilean Donan Castle. Wie immer den Kurs in Google Maps
eingegeben und dabei dieses unscheinbare Schild auf dem Weg völlig übersehen.


Das war nicht schlimm.. der Weg war schön und wir haben viele Touristen
gesehen, die sich auch vefahren haben und das Schild anscheinend ignoriert
oder nicht gesehen haben. Viele von denen haben wir später auf dem Parkplatz von der Elean Donan Castle wieder gesehen.

Google führte uns leider nur auf die andere Seite des See's. Von da aus konnte man die Burg im Nebel sogar gut sehen :-) danach war dann die Straße blockiert.


Aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel. Also nochmal zurück durch den strömenden Regen, und als wir ankamen regnete es immer noch.

Wir wollten schon beinahe wieder weiter fahren, weil wir eigentlich angenommen
hatten, das es hier genauso überlaufen ist, aber wegen dem Schietwetter haben wir
den Schritt in die Burg doch noch gewagt. Leider ist Eilean Donan Castle nicht im Scottisch Heritage Pass enthalten, aber die 10 Pfund Eintritt haben sich gelohnt.

Die Burg ist kleiner, als man sie sich von außen vorstellt, dafür aber umso schöner ausgestattet.




Wer drinen Fotos macht kam gleich in den Kerker, deswegen habe ich es dort lieber sein gelassen. Drinnen in der Burg liefen auch viele königliche Diener rum, die aufgepasst haben das auch ja niemand ein Foto macht.

Während wir auf der Burg waren hat der Regen erfreulicherweise nachgelassen
aber nur, um danach um so heftiger weiter zu pissen :-(

So, und jetzt ist die Uhr schon wieder nach Mitternacht. Mir fallen so viele Dinge ein, die ich eigentlich noch shcreiben wollte, aber ebenso fallen mir die Augen zu.


Wir sind jetzt im schönen Ort Gairloch, im schönen Hotel Gairloch Hotel. 


Der laden hat definitiv schon bessere Zeiten erlebt, aber für 60 Pfund war das zum Wochenende die günstigste verfügbare Absteige. Auf den ersten Blick war das mal ein Bobelhotel, das Personal hier legt aber immer noch ausgezeichnete manieren an den Tag. Ist ein echter Glücksgriff und die 90 Minuten Umweg nach Norden haben sich schon gelohnt.

Gut, die Band besteht aus Amateuren und ist auch nicht wirklich gut, aber nach ein paar Bier & Whiskey geht das schon :-)


So, schluss für heute.. morgen geht's dann zur Isle of Skye